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Ganzheitlich denken statt wegwerfen

Hier wird nicht aussortiert. Schale, Kerngehäuse, Übergangsstellen & alles, was nicht wirklich schlecht ist, kommt mit in den Topf. Genau dort sitzen Pektin, Aromastoffe und Strukturgeber.

Gerade Fallobst oder überreife Früchte entfalten gekocht oft erst ihr volles Potenzial. Süße, Säure und Tiefe sind dann bereits voll entwickelt. Dieses Rezept Resteverwertung wie bei deb Großeltern. 

Wenn du konsequent arbeitest, bleibt am Ende kaum etwas übrig. Und das bisschen, was doch rausgeht (harte Stielansätze, Kerngehäuse & Blüten o.ä.), kannst du direkt weiterdenken – z.B. für Essigansätze oder als Fermentationsbasis.


Reduktion als Stärke

Dieses Apfelmark lebt davon, dass du nichts versteckst. Keine Süßungsmittel und fast keine Aromen außer vielleicht Zimt. 

Achte auf Reifegrad, Sorte und eventuelle Kombination. Ein säuerlicher Apfel bringt Spannung, eine Birne rundet ab, eine zweite Apfelsorte gibt Struktur. Das Rezept funktioniert spontan. 


Spielraum statt starres Rezept

Stampfen statt pürieren bringt Struktur, langes Kochen sorgt für Tiefe und leichte Karamellnoten.

Gewürze sind kein Muss, aber Zimt gibt Wärme, Kardamom hebt die Fruchtigkeit, Zitronenschale bringt Frische und Spannung. Du kannst das Mark bewusst in verschiedene Richtungen lenken – süß, frisch, fast schon herzhaft. Das mag ich ja besonders. Dann sind wir aber schon fast beim Chutney

Auch die Kombination von Apfel und Birne ist genial.  Die Birne nimmt Säure raus. Probiers mal aus. 

Apfelmark pur – minimalistisch, einfach & voller Frucht

Dieses Apfelmark kommt ohne Zuckerzusatz und Geliermittel aus, setzt auf die natürliche Süße reifer Früchte und passt perfekt in einen bewussten Küchenalltag. Ob als Brotaufstrich, Dessertbasis oder Beilage. Einfach vielseitig & genau das Richtige für eine gesunde Küche.
5 von 1 Bewertung
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten
Gericht Beilage, Nachspeise, Sauce
Küche Deutsch
Portionen 5 Portionen
Calories 131 kcal

Kochutensilien

  • Großer Topf mit Deckel
  • Schneidebrett & Messer
  • Pürierstab oder Kartoffelstampfer
  • Optional: feines Sieb oder Passiermühle

Zutaten
  

  • 1 kg Äpfel oder Birnen gern gemischt, auch leicht angeschlagen
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 TL Zimt optional

Anleitungen
 

  • 1 kg Äpfel oder Birnen gründlich waschen, schlechte Stellen großzügig entfernen, den Rest inklusive Schale und Kerngehäuse grob zerkleinern.
  • Alles in einen Topf geben, 1 Prise Salz hinzufügen und bei mittlerer Hitze langsam erhitzen. Dabei tritt nach kurzer Zeit Flüssigkeit aus den Früchten aus, sodass kein zusätzliches Wasser nötig ist.
  • Die Masse bei geschlossenem Deckel etwa 15–20 Minuten weich köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Sobald die Früchte zerfallen sind, nach Wunsch fein pürieren oder grob stampfen. Optional mit 1/4 TL Zimt abschmecken.
  • Wer ein besonders feines Mark möchte, kann die Masse durch ein Sieb oder eine Passiermühle streichen.

Notizen

Im Kühlschrank hält sich das Apfelmark luftdicht verschlossen etwa 4–5 Tage.
Für längere Haltbarkeit am besten heiß in sterilisierte Gläser abfüllen oder portionsweise einfrieren. Im Tiefkühler bleibt es mehrere Monate stabil.
Ideal sind Schraubgläser oder wiederverwendbare Behälter – möglichst randvoll befüllt, um Luftkontakt zu minimieren. Für maximale Sicherheit 45 Minuten im Wasserbad einkochen. 

Nährwerte

Serving: 200 gCalories: 131 kcal (7%)Carbohydrates: 35 g (12%)Protein: 1 g (2%)Fat: 0.4 g (1%)Saturated Fat: 0.1 g (1%)Polyunsaturated Fat: 0.1 gMonounsaturated Fat: 0.02 gSodium: 12 mg (1%)Potassium: 268 mg (8%)Fiber: 6 g (25%)Sugar: 26 g (29%)Vitamin A: 135 IU (3%)Vitamin C: 12 mg (15%)Calcium: 15 mg (2%)Iron: 0.3 mg (2%)

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