Zero Waste Küche
Karotten- und Fenchelgrün landen viel zu oft im Müll, obwohl sie voller Geschmack stecken. In diesen Falafel ersetzen sie einen Teil der klassischen Kräuter und bringen eine leicht herbe, frische Note mit. Wichtig ist nur, die zarten Teile zu verwenden und dicke Stiele auszusortieren und für andere Gerichte aufzusparen.
Pflanzliche Küche
Diese Falafel kommen ganz ohne tierische Produkte aus und liefern trotzdem ordentlich Sättigung und Protein. Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze zeigen, wie vielfältig und vollwertig pflanzliche Alltagsküche sein kann – ohne Ersatzprodukte, dafür mit echtem Geschmack.
Genuss & Kreativität
Das Rezept ist eine Vorlage, kein Gesetz. Mehr Kräuter machen die Falafel saftiger, etwas Zitronenabrieb bringt Frische, Chili sorgt für Tiefe. Je nach Saison kannst du auch Radieschengrün oder Kohlrabiblätter untermischen und so immer neue Varianten entdecken.
Einmal komplett ausgekühlt und am nächsten Tag in der Pfanne angebraten, schmeckt der fast noch besser!
Grüne Zero-Waste-Falafel mit Karotten- & Fenchelgrün
Kochutensilien
- große Schüssel
- Sieb
- Küchenmaschine oder leistungsstarker Mixer
- Messer & Brett
- Topf zum Frittieren
- Schaumlöffel
- Küchenpapier oder Abtropfgitter
Zutaten
- 250 g getrocknete Kichererbsen
- 1 große Handvoll Karottengrün (feine Blättchen) zarte Teile
- 1 kleine Handvoll Fenchelgrün (feine Blättchen)
- ½ Bund glatte Petersilie
- ½ Bund Koriandergrün optional
- 1 kleine Zwiebel
- 3 Zehen Knoblauch
- 1/2 Stück Bio-Zitrone (Abrieb) optional
- 2 EL Zitronensaft
- 1 TL Salz
- 2 TL Kreuzkümmel
- 1 TL gemahlene Koriandersamen
- ½ TL Pfeffer
- ½ TL Chili oder Cayenne optional
- 1 TL Backpulver optional
- 2 EL Mehl oder Kichererbsenmehl nur bei Bedarf
- 1 Liter Öl zum Frittieren
Anleitungen
- 250 g getrocknete Kichererbsen 12–24 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Sie werden das 2,5-fache ihres Volumens, bleiben aber fest – genau richtig. Danach abgießen und sehr gut abtropfen lassen. Oder mit einem Küchenhandtuch trocken tupfen.
- 1 große Handvoll Karottengrün (feine Blättchen)– und 1 kleine Handvoll Fenchelgrün (feine Blättchen) gründlich waschen, trocknen und grobe Stiele entfernen. ½ Bund glatte Petersilie und ½ Bund Koriandergrün ebenfalls grob hacken. 1 kleine Zwiebel und 3 Zehen Knoblauch schälen und grob zerteilen.
- Kichererbsen, 1/2 Stück Bio-Zitrone (Abrieb), 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, 2 TL Kreuzkümmel, 1 TL gemahlene Koriandersamen, ½ TL Pfeffer, ½ TL Chili oder Cayenne in eine Küchenmaschine geben und pulsierend zerkleinern. Die Masse soll körnig wie feuchter Sand sein, nicht cremig wie Hummus. Falls sie sich nicht gut formen lässt, 10–15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Ist sie sehr feucht, 2 EL Mehl oder Kichererbsenmehl untermischen und kurz warten.
- Erst jetzt 1 TL Backpulver unterheben und mit leicht angefeuchteten Händen kleine Bällchen oder Taler formen, ohne sie zu fest zu drücken.
- In einem Topf 1 Liter Öl zum Frittieren (5–6 cm) auf etwa 175–180 °C erhitzen. Temperaturtest: Am Stiel eines Holzlöffels sollte schnell leichte Blasen aufsteigen lassen.
- Die Falafel portionsweise 3–4 Minuten goldbraun frittieren. Nicht zu viele auf einmal hineingeben, damit die Temperatur stabil bleibt. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Warm servieren, am besten mit Tahini-Sauce, Salat und Fladenbrot.
